Joystick

Es gab in der DDR keine Joysticks zu kaufen. Erst im nachhinein wurde bekannt, dass Robotron geringe Mengen eines "Spielhebel" für Z9001 produziert hat, welche aber mechanisch-konstruktiv sehr minderwertig waren.

Mein Ziel war es, für den ZX-Spectrum einen äußerst stabilen, unverwüstlichen Joystick herzustellen. Also fiel Plaste oder das beliebte kupferkaschierte Cevausit diesmal als Material aus. Somit besteht der gesamte Joystick nur aus Stahl und Aluminium. Auf Schönheit kam es weniger an.

Seinerzeit waren alle Spiele auf digitale Joysticks ausgelegt, dieses musste der Jyostick bedienen. Es lasssen sich 8 unterschiedliche Richtungen erfassen plus extra "Feuerknopf".

 

Im klassischen Industrie-Design....für den Feuerknopf musste ein Transistor mit Metallgehäuse herhalten

 

Die 2 Drehteile aus Stahl, welche das Gelenk darstellen, konnte ich nicht selber drehen und fräsen, hier half nur die richtigen Leute zu kennen.

 

Die zuverlässigsten Taster mit dem besten Druckgefühl bei niedriger Betätigungskraft und den höchsten Schaltfrequenzen waren Mikrotaster mit integriertem Sprungmechanismus. Die Größenverhältnisse sind so gewählt, dass sich für alle 8 Richtungen bei der Betätigung identische Kreisbogenanteile ergeben.

 

Auch dieser Eigenbau existiert noch und funktioniert reibungslos. Habe nur für dieses Foto nach 22 Jahren das erste Mal das Gehäuse geöffnet.